Nachgefragt: Das denken Studenten über Spiele spielen

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Seit einer Woche läuft das Wintersemester 2017/2018 an der Universität zu Köln.
Die volle Uni haben wir genutzt und bei Studenten nachgefragt, ob sie gerne spielen und was sie mit Spielen verbinden.

Markus, 19, Jura 

„Mit dem Thema Spielen verbinde ich vor allem Gesellschaftsspiele und das Thema Gesellschaft. Ich habe vier Geschwister und bei uns zu Hause wurde immer viel gespielt. Das hat in meiner Kindheit angefangen und sich bis heute durchgezogen. Früher habe ich natürlich vor allem mit meinen Geschwistern gespielt, aber auch mit meinen Großeltern und Eltern. Besonders Silvester fällt mir da ein, da haben wir den ganzen Abend bis Mitternacht verschiedene Spiele gespielt. Auch heute machen wir noch oft mit der ganzen Familie Spielabende. Auch in meinem Freundeskreis sind eigentlich alle begeisterte „Spieler“. Ich selber spiele hauptsächlich Gesellschaftsspiele, eher weniger am PC oder an der Konsole und wenn dann auch nur mit Freunden zusammen. Spielen steht für mich persönlich immer mit Gesellschaft und Gemeinschaft in Verbindung. Beim Spielen kommt man zusammen, verbringt gemeinsam Zeit und hat in den meisten Fällen auch noch Spaß dabei.“

Katharina, 27, Sonderpädagogik

„Ich selber habe immer schon gerne gespielt und meine Eltern haben das auch immer gefördert. Seit ich Lehramt studiere ist mir aber noch viel bewusster geworden, dass das Spielen nicht nur irgendeine Beschäftigung ist, sondern das man durch spielen sehr viel lernen kann. Ich finde zum Beispiel das man beim Spielen auch schon im jungen Alter erste Erfahrungen mit Verlieren macht, das ist ziemlich wichtig. Auch das Gefühl, dass man gemeinsam spielt und sich Zeit füreinander nimmt und dabei respektvoll miteinander umgeht und sich an Regeln hält, finde ich sehr wichtig. Für meine Zukunft habe ich mir vorgenommen, dass ich in meinem Beruf das Spielen und Lernen gerne so oft es geht verbinden will. Mir gefällt es ziemlich gut, dass es so viele „Lernspiele“ gibt, die Kinder fördern und im Bildungsprozess unterstützen. Wenn das Lernen Spaß macht dann sind Kinder natürlich viel motivierter. Ich hoffe das kann ich umsetzen.“

Denise, 22, Medienkulturwissenschaft

„Ganz ehrlich gesagt waren Spiele für mich sehr lange einfach nur Kartenspiele oder Brettspiele. Seit ich an der Uni Medienkulturwissenschaften studiere hat sich das aber geändert. Auf einmal habe ich auch Computerspiele auf dem Schirm. Spielen ist für mich also nicht nur spielen, sondern momentan irgendwie Teil meines Alltags. Für das Studium beschäftige ich mich auch echt gerne mit dem Thema Gaming. Ich kann mir allerdings immer noch nicht so richtig vorstellen mich stundenlang vor den PC zu setzen und zu zocken, ich glaube ich bleibe da doch eher bei der Theorie und lese mich in das Thema ein. Ab und zu schaue ich mir mal „Let’s Plays“ an, das ist ganz witzig wenn man anderen beim Spielen zuschaut, selber spielen reizt mich aber tatsächlich gar nicht.“

Leon, 23, BWL

„ Ich verbinde nicht so viel mit Spielen. Zwar habe ich in meiner Kindheit recht viel gespielt, das macht ja irgendwie jeder. Mittlerweile finde ich Spiele spielen aber ziemlich langweilig und ich drücke mich auch gerne vor Spielabenden. Ich hab zwar das Gefühl in meinem Alter gibt es echt viele die noch gerne spielen, aber da bin ich raus. Mich reizt da irgendwie nichts mehr dran. Ich verbringe meine Zeit mittlerweile einfach gerne anders. Natürlich hab auch ich schöne Erinnerungen ans Spielen und das ist auch gut so, ich verbinde schon einiges damit und schöne Zeiten, aber heute brauche ich das irgendwie nicht mehr.“

Max, 19, Lehramt

„Ich bin gar nicht der Typ dafür. Also für Gesellschaftsspiele. Am PC oder an der Konsole spiele ich schon ab und zu, aber auch nicht täglich, eigentlich nur wenn Freunde vorbei kommen. Gesellschaftsspiele haben mich noch nie gereizt. Ich bin einfach zu ungeduldig und hab keine Lust so lange an einem Spiel zu sitzen. Vor allem neue Spiele ausprobieren finde ich immer anstrengend, bis die Anleitung gelesen ist und alle die Regeln verstanden haben ist ja meistens schon eine Stunde rum, da ist mir die Lust dann auch schon vergangen. Am PC ist das irgendwie noch anders, da kann ich direkt ein bisschen rumprobieren und sehen was passiert. Aber wie gesagt, oft mache ich das auch nicht. Ich hab auch schon als Kind Gesellschaftsspiele doof gefunden und in meiner Familie wurde auch nicht oft gespielt. Das hängt wahrscheinlich zusammen, vielleicht würde ich lieber spielen, wenn wir früher öfter zusammen gespielt hätten.“

Saskia, 20, Germanistik

„Spielen gehört für mich irgendwie dazu. Gesellschaftsspiele sind doch super wenn man mal einen ruhigen Abend zusammen daheim verbringen will. Dabei hat man doch immer Spaß. Vor allem aktive Spiele wie Tabu mag ich total gerne. Ich bin so ein „ab und zu“ Spieler, je nachdem wann es halt passt und wer dabei ist. Auch Kartenspiele finde ich super. Seit ich in Köln wohne und öfter in Kneipen bin hab ich auch die Spielkultur in Kneipen kennen gelernt, das war ich vorher auch gar nicht gewöhnt. Ich finde das Spielen sehr gesellig und hab schon einige schöne Stunden dabei verbracht.“

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