Von Halma bis Halligalli

Sicher kennt ihr das alle: bei einem Spieleabend mit den Eltern oder mit den Großeltern müssen erst einmal die Spielregeln erklärt werden. Kommen Euch dabei auch manche Regeln bekannt vor? Haben sich die Spiele über die Generationen verändert? Oder finden sich die grundlegenden Regeln und Spielabläufe in neueren Spielen wieder? Wir haben uns durch verschiedene Klassiker der Generationen gespielt und sind den Fragen auf den Grund gegangen.

Von Halma bis Halligalli

Das Strategiespiel „Halma“ ist weltweit bekannt und wurde 1883 erfunden. Bei diesem Brettspiel spielen zwei bis vier Spieler auf einer quadratischen Spielfläche gegeneinander. Ziel des Spiels ist es die eigenen Spielsteine auf die gegenüberliegende Seite zu befördern. Der Spieler, der dieses Ziel als erstes erreicht hat, hat das Spiel gewonnen. In einem Spielzug haben die Spieler die Möglichkeit ihre Spielfiguren in jede Richtung zu bewegen. Auch können die gegnerischen Spielfiguren übersprungen werden. Das Erkennen und Entwickeln von langen Sprungfolgen ist hierbei die Herausforderung. Außerdem wird versucht dem Gegner solche Sprungfolgen zu verhindern. Ein Spielfeld für zwei bis sechs Spieler bietet das sternförmige Spielbrett.

Bei dem neueren Spiel „Dixit“ handelt es sich um ein Ratespiel. Jeder Mitspieler erhält zu Beginn einer Spielrunde sechs Spielkarten mit einem Motiv. Der Spieler der an der Reihe ist, ruft nun einen Begriff, der zu einen dieser Karten passt in die Runde. Anschließend sind die Mitspieler gefragt. Sie entscheiden sich für ein Motiv aus ihren Karten, welches am ehesten auf den Begriff zutrifft und legen diese offen vor sich hin. Einen Punkt bekommt derjenige, der das richtige Motiv geraten hat. Hat niemand das richtige Motiv gewählt, erhält derjenige de einen Punkt, der den Begriff genannt hat und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Halligalli ist ein Spiel aus den 90er Jahren bei dem es darum geht Mengen wahrzunehmen. Jeder Spieler erhält zu Beginn die gleiche Anzahl an Spielkarten die mit dem Motiv nach unten gedreht vor ihm liegen. Auf den Karten sind ein bis fünf verschiedene Fruchtarten abgebildet. Nun drehen alle Spieler gleichzeitig die oberste Karte um. Die Spieler müssen auf eine Klingel, die in der Mitte aller Spiele steht, drücken, sobald auf der Gesamtdraufsicht fünf gleiche Früchte abgebildet sind. Dabei ist egal, ob diese auf einer Karte oder in Summer auf mehrere Karten gezählt werden. Derjenige, der zu erst geklingelt hat, erhält die offen gelegten Karten der Mitspieler. Klingelt ein Spieler bei einer falschen Anzahl an gleichen Früchten, so muss er seine eigenen offen gelegten Karten an die Mitspieler aufteilen. Hat ein Spieler alle Karten verloren, so scheidet er aus. Zum Schluss spielen zwei Spieler solange gegeneinander, bis der Verlierer keine Karten mehr besitzt.

Himmel und Hölle ist ein beliebtes Faltspiel das bereits seid vielen Generationen bekannt ist. Hierfür wird aus einem quadratischen Papier das Spielinstrument gefaltet. Anschließend werden jeweils die gegenüberliegende Innenseiten in blau (= Himmel) und rot (= Hölle) angemalt. Ein Spieler steckt nun von unten die Finger in das Himmel und Hölle Spiel und drückt alle Seiten zusammen, sodass keine Farbe mehr zu erkennen ist. Im Anschluss fragt der Spieler seinen Mitspieler ob er in den „Himmel oder Hölle?“ kommen möchte? Der Mitspieler nennt nun eine Zahl, wie oft der Spieler nun das Spiel in alle Richtungen öffnen und schließen muss. An der genannten Zahl angekommen, öffnet er das Spiel und zeigt ihm das Ergebnis.
Himmel und Höllen können auch mit abgewandelten Spielfragen gespielt werden oder anders gestaltet werden.

Bei vielen Klassikern sind ähnliche Spielregeln und Spielstrukturen zu erkennen. Angepasst und modernisiert bereiten sie allen Generationen den gleichen Spaß. Habt ihr Lust bekommen die beliebten Klassiker der selbst einmal durch zuspielen?
Bei unserem Spieleabend „Spiele des Lebens – von Halma bis Halligalli“ am 14.01.2018 im MAKK habt ihr die Möglichkeiten mit Euren Eltern, Großeltern, Kindern oder Enkelkindern gemeinsam diese und weitere Spiele der verschiedenen Generationen in einem Parkour durchzuspielen.

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