Spielen und Lernen – passt das zusammen?

„Ich habe heute gar nicht gelernt, sondern nur gespielt“ – das ist ein Satz, den Eltern wahrscheinlich nicht so gerne hören. Aber schließt Spielen das Lernen direkt aus? Gehört Spielen und Lernen nicht irgendwie zusammen? Kinder und auch Erwachsene können auf verschiedenste Art und Weisen durch Spielen etwas lernen.

Zum einen gibt es viele spezielle „Lernspiele“, die gerade Kinder bei ihrer Entwicklung helfen. Sie unterstützen bei vielen Lernprozessen sowohl im Kindergarten- als auch im Schulalter.  Zum anderen gibt es Spiele, die beispielsweise Allgemeinwissen vermitteln.Kinder sind also durchaus in der Lage Fähigkeiten wie Rechnen oder Schreiben aber auch ihr Allgemeinwissen durch Spielen zu verbessern. Mal ganz davon abgesehen, dass natürlich auch der Umgang mit Verlieren und Gewinnen, das Einhalten von Regeln und Rücksichtnahme auf Mitspieler gelernt werden muss und kann. Wer Anregungen sucht, wie sich Spielen und Lernen in der Freizeit am Besten vereinen lassen, kann sich einmal durch die fünf folgenden Tipps klicken!

  1. Stadt-Land-Fluss

Stadt-Land-Fluss fördert zum einen das Allgemeinwissen, die Kreativität und auch die Rechtschreibung der Kinder. In Tabellenform werden verschiedene Kategorien angeordnet: Stadt – Land- Fluss- Name- Tier – Beruf, wäre eine Möglichkeit. Die Kategorien können je nach Alter der Kinder natürlich angepasst werden. Einer der Mitspieler/innen beginnt und sagt leise das ABC auf, ein anderer Mitspieler/innen sagt an einem bestimmten Zeitpunkt „Stopp“. Daraufhin müssen alle die Kategorien mit dem ausgewählten Buchstaben ausfüllen. Stoppt das Alphabet beispielsweise bei D, muss jede Kategorie mit dem Anfangsbuchstaben D ausgefüllt werden. Wer als erstes alle Kategorien vollständig ausgefüllt hat ruft wieder „Stopp“ und alle müssen aufhören zu schreiben. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass alle Wörter vollständig ausgeschrieben werden müssen! Danach geht es ans Punkte zählen. Doppeln sich Wörter, haben also beispielsweise mehrere Mitspieler/innen „Dresden“ als Stadt, gibt das jeweils 5 Punkte. Hat ein Mitspieler/in ein Wort als einziger, beispielsweise Dortmund, so bekommt er 10 Punkte. Wenn eine Kategorie nur von einem Mitspieler/in ausgefüllt wurde, gibt das für die Person 20 Punkte. Am Ende werden alle Punkte zusammen gezählt und die nächste Runde beginnt. Stadt-Land-Fluss kann beliebig lang gespielt werden, am Ende werden alle „Rundenpunkte“ zusammen gezählt.

  1. Wortgitter

Um das Wortgitter Spiel vorzubereiten braucht es etwas Kreativität. Zunächst muss ein leeres Blatt in mehrere gleich große Kästchen eingeteilt werden. In die Kästchen werden dann diagonal und vertikal 7-10 verschiedene Wörter eingetragen, je nach Blattgröße. Sind die Wörter in die Kästchen eingetragen, müssen die verbliebenen freien Kästchen mit beliebigen Buchstaben ausgefüllt werden, diese müssen keine Wörter mehr bilden. Ist das Wortgitter fertig ausgefüllt, können die Kinder sich auf die Suche machen. Die Aufgabe besteht darin, alle Wörter zu finden und sie zu umkreisen. So wird zum einen das Lesen geübt, aber auch Rechtschreibung, da die Wörter vollständig gefunden werden müssen. Tipp: Um es etwas schwieriger zu machen, können auch Wörter versteckt werden, die falsch geschrieben sind. So müssen die Kinder sehr aufmerksam lesen, da sie nur die richtig geschriebenen Wörter umkreisen sollen.

  1. Wörterkette

Das Spiel Wörterkette ist sehr simpel aber doch effektiv. Ein Spieler/in beginnt und denkt sich ein beliebiges Wort aus. Der nächste Spieler/in muss sich ein Wort überlegen, dass mit dem letzten Buchstaben des vorherigen Wortes beginnt. So geht es reihum, bis ein Kind nicht mehr weiter weiß und die Kette unterbricht. Dann wird eine neue Kette gestartet. Wer möchte kann sich vorher auch Kategorien wie „Tiere“, „Pflanzen“ oder „Essen“ überlegen, um die Wortauswahl einzugrenzen und das Spiel etwas schwieriger zu gestalten.

  1. Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst

Bei „Ich sehe was, was du nicht siehst“ geht es darum die verschiedenen Farben zu trainieren und auch den Wortschatz zu verfeinern. Die Mitspieler/innen sind in einem Raum oder einer definierten Umgebung. Einer beginnt und sagt den Satz „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist …“ auf. Am Ende des Satzes muss die Farbe des Gegenstands genannt werden, die gemeint ist. Beispielsweise: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist gelb“, gemeint ist der Umtopf der Blume. Die anderen Spieler/innen sind nun nach der Reihe dran den Gegenstand zu erraten. Wer richtig liegt darf als nächster den Gegenstand vorgeben.

  1. Messen und Wiegen

Ein Spiel das den Umgang mit Zahlen und Einheiten fördern soll. Gemeinsam mit den Eltern oder auch mit Freunden sollen bei diesem Spiel das Gewicht oder die Länge verschiedener Dinge richtig geschätzt werden. Das können zum Beispiel eine Handvoll Löffel sein, eine Scheibe Brot, der Küchentisch oder der Kleiderschrank sein. Wer dem richtigen Gewicht bzw. der richtigen Länge am nächsten kommt, bekommt einen Punkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat darf sich dann beispielsweise sein Lieblingsessen oder einen Nachtisch oder etwas anderes wünschen.

 

 

Schreibe einen Kommentar